Hilma af Klint und Wassily Kandinsky
Träume von der Zukunft

K20 vom 16. März bis 11. August 2024

Wir verlosen 10 × 2 Tickets für eine Führung durch die große Ausstellung zu Hilma af Klint und Wassily Kandinsky am 24. Mai 2024 um 16.00 Uhr in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
Inklusive eines Ausstellungskatalogs.

Zusätzlich verlosen wir 12 × 2 Freikarten.

Hilma af Klint, Altarbilder, Gruppe X, Nr.1, 1915 ©The Hilma af Klint Foundation/Wassily Kandinsky, Im Blau, 1925 © Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

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Die Ausstellung zu Hilma af Klint (1862-1944) und Wassily Kandinsky (1866-1944) ist eine Premiere. Obwohl die Künstlerin und der Künstler seit einigen Jahren häufig in einem Atemzug genannt werden, trafen ihre Werke bisher nur vereinzelt im Rahmen großer Gruppenausstellungen aufeinander. Mit insgesamt rund 120 Ölgemälden, Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen werden sie in K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal innerhalb einer Schau dialogisch gegenübergestellt. Ausgangspunkt ist die Abstraktion, zu deren Entwicklung in der westlichen Malerei beide entscheidende Beiträge geleistet haben. Die Gegenüberstellung bietet die Möglichkeit, die Werke wechselseitig zu erhellen.

Der Sammlungsschwerpunkt der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen lag in den Gründungsjahren auf der abstrakten Malerei. Das Museum besitzt in ihrem Bestand vier Werke Kandinskys aus seinen wichtigsten Schaffensphasen von „Komposition IV“ (1911) über „Durchgehender Strich“ (1923) und „Im Blau“ (1925) bis zu „Komposition X“ (1939). Kandinsky und af Klint begegnen sich damit in einer der weltweit herausragenden Sammlungen für Abstraktion.

Hilma af Klint, Altarbild, Gruppe X, Nr. 1, 1915, Öl und Metallblätter auf Leinwand, 237,5 x 179,5 cm, The Hilma af Klint Foundation, Foto: The Moderna Museet, Stockholm, Schweden
Wassily Kandinsky, Komposition No. 350 (Hommage à Grohmann), 1926, Öl auf Leinwand, 35,3 x 24,1 cm, Staatsgalerie Stuttgart, bpk/Staatsgalerie Stuttgart

Die längste Zeit hat die Kunstgeschichte das Oeuvre von af Klint und Kandinsky auseinandergehalten. Im Rampenlicht stand der berühmte russische Maler, der in München den „Blauen Reiter“ mitbegründete, zur Abstraktion fand, am Bauhaus lehrte und mit „Über das Geistige in der Kunst“ eine der einflussreichsten programmatischen Schriften des 20. Jahrhunderts veröffentlichte.

Im Schatten dagegen verschwand die unbekannte schwedische Künstlerin, die in Stockholm riesige ungegenständliche Bilder malte, die wenigsten davon ausstellte und Tausende unveröffentlichte Seiten Text hinterließ.

Wassily Kandinsky, Durchgehender Strich, 1923, Öl auf Leinwand, 140,8 x 202,0 x 2,7 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies
Wassily Kandinsky, Im Blau, 1925, Öl auf Pappe, 80 x 110 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies

Während af Klint und Kandinsky zu Lebzeiten häufig ähnliche Vorstellungen mit ihrer Malerei verbanden, traten ihre Werke nach dem Tod – beide starben 1944 – Nachleben an, die unterschiedlicher nicht hätten sein könnten. Hilma af Klints Leinwände landeten zusammengerollt in Kisten auf dem Dachboden ihres Neffen in Stockholm. Die Malerin selbst hatte verfügt, dass sie erst zwanzig Jahre nach ihrem Tod wieder gezeigt werden dürften.

Kandinskys Gemälde dagegen tourten nach dem Zweiten Weltkrieg in zahlreichen Ausstellungen um die Welt und wanderten in die Museen von New York, Tokio, Paris, Basel, München oder Düsseldorf. Sein Name und die Abstraktion verschmolzen miteinander und begründeten eine Erfolgsgeschichte. Der Kalte Krieg stellte die Weichen. Ungegenständlich zu malen galt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Inbegriff einer Freiheit, die der Westen bot und der Osten verbot. Als in Westdeutschland die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zur neuen Nationalgalerie unweit der Hauptstadt Bonn aufstieg, wurden Schlüsselwerke von Kandinsky angekauft. Sie standen am Beginn des abstrakten Kanons.

Der internationale Durchbruch kam für af Klint dagegen im 21. Jahrhundert. Spätestens als das Guggenheim Museum 2018 eine Retrospektive ausrichtete, die von 600 000 Menschen besucht wurde, stieg auch die Schwedin zu einem Star der Kunstgeschichte auf. Unter Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart zählten ihre Werke längst zu den am häufigsten genannten Inspirationsquellen. Nun war sie auch einem großen Publikum bekannt.

Hilma af Klint, Die Zehn Größten, Gruppe IV, Nr. 7, Das Erwachsenenalter, 1907, Tempera auf Papier, auf Leinwand montiert, 315 x 235 cm, The Hilma af Klint Foundation, Foto: The Moderna Museet, Stockholm, Schweden
Hilma af Klint, Die Zehn Größten, Nr. 4, Jugend, 1907, Tempera auf Papier, auf Leinwand montiert, 315 x 224 cm, The Hilma af Klint Foundation, Foto: The Moderna Museet, Stockholm, Schweden

Weitere Details zur Ausstellung finden Sie hier.

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